Read • Compare • Decide! Der Blog von Christian Ackermann

10Jan/120

Servicewüste rosa Riese

Schwer enttäuscht bin ich vom großen rosanen Telekommunikationskonzern, dessen Namen ich nicht nennen will. Kurzum, die Probleme waren für mich so schwerwiegend, dass nur noch eine Kündigung in Frage kam.

Im Rahmen einer wöchentlichen Zusammenkunft hatte ich die Möglichkeit ein iPhone 4 über mehrere Stunden testen zu können. Ganz ehrlich, das scharfe und helle Display wie auch der Formfaktor haben mein Interesse geweckt. Es liegt nahe sich beim Mobilfunkanbieter über die aktuellen Preise und Möglichkeiten zu informieren. Aufgrund des Komforts wählte ich die Hotline als Informationsmedium.

Die äußerst nette Dame nannte mir die aktuellen Tarife und Preise für einen Complete Tarif mit iPhone 4s. Alles hörte sich soweit sinnig an, mich störte nur die Aussage "Vertragsverlängerungen sind hier nicht möglich, Sie müssen einen neuen Vertrag abschließen!". Als ich meine Zweifel äußerte wurde mir versichert, dass meine alte Rufnummer zuverlässig portiert wird. Darüber hinaus sollte der neue Vertrag in der Übergangszeit völlig kostenlos sein. Somit stand einer Beauftragung nichts mehr im Wege.

Einige Minuten später wollte ich noch weitere Informationen einholen zum Stichwort "Combicard". Als ich dem Herren von der Hotline alles schilderte viel dieser aus allen Wolken und wechselte zu einem unfreundlichen und angreifenden Ton. Selten so schwach von der Seite angeredet worden.

Laut seiner Aussage ist das mir unterbreitete Angebot ein wahrer Skandal und in der Form keinesfalls möglich. "Die Kundenberaterin wird nicht mehr lange hier arbeiten" so die rosa Fachkraft. Scheinbar hauen sich dort die Kollegen gegenseitig in die Pfanne. Muss ja ein super Arbeitsklima dort sein, wo kann man sich bewerben?

Mir wurde damit die Sache zu bunt und bat um eine Stornierung der "Bestellung". Aus welchen Gründen auch immer ist dies angeblich nicht mehr möglich sobald die Beauftragung im System hinterlegt ist. Mit welchen Systemen arbeiten denn die? Stornierungen innerhalb von 10 Minuten sollten doch kein Problem darstellen. Um die Wogen zu glätten beendete ich das Gespräch kommentarlos, denn eine Einigung war hier nicht in Sicht.

Mit etwas Glück erreichte ich beim nächsten Anruf einen anderen Servicemitarbeiter, welcher sofort versuchte Licht ins Dunkel zu bringen. Leider war keine neue Beauftragung auffindbar?! Laut seiner Aussauge bleibt alles beim Alten und ich muss mir keine weiteren machen.

Kurz vor Weihnachten(ca. 1,5 Wochen später) klingelte der Paketdienst an der Türe und überreichte mir mehrere Dokumente des Anbieters und ein Paket. Ich ahnte fürchterliches... Tatsächlich ein neuer Vertrag und ein brandneues iPhone 4s, soviel zum Thema "es kommt nichts mehr nach". Wie es sich heraus stellte wurde der neue Vertrag zwei Tage zuvor angelegt. Spinnen die denn jetzt völlig? Können die keine Stornierung von einer Bestellung unterscheiden? Die erneut kontaktierte rosa Fachkraft empfahl den Widerruf.

Wenn das Handy schon einmal im Haus ist, dann schaut man es sich natürlich genauer an. Zu dem Zeitpunkt hätte ich das Gerät gerne behalten, wenn mein Tarif verlängert oder geändert werden würde. Auf Nachfrage wurde mir erneut mitgeteilt, das können wir nur mit einem neuen Vertrag realisieren.

Jetzt war der Ofen endgültig aus, warum denn noch ein neuer Vertrag, bucht doch einfach alles richtig und das Thema ist erledigt. "Können wir nicht, aber ich geb ihnen 300€ Rabatt". Sie können das, obwohl ein anderer Mitarbeiter das verneinte? "Ich bin direkter Mitarbeiter des Unternehmens und kann ihnen mehr bieten als die vom Callcenter, denn die gehören eigentlich nicht zu uns!". Kommentarlos wurde auch dieses Gespräch beendet.

Innerhalb einer Stunde gingen der Widerruf für Handy und Vertrag wie auch die Kündigung des bestehenden Vertrages per Fax und Post raus. Seit dem Tage werde ich mit Anrufen von den sogenannten "Rückholern" genervt, aber dieser Zug ist für mich bereits abgefahren. Vielleicht machts der neue Anbieter besser...

30Dez/110

Halterung Marke “Eigenbau”

Im Internet findet man so gut wie alles, zumindest wird das dem potentiellen Kunden bzw. Interessenten stets so vermittelt. Leider wurde ich bei der Suche nach einer geeigneten Beamer-Halterung für den Unterrichtsraum im THW nicht fündig, obwohl das Internet mit diesen Produkten nahezu überschwemmt wird.

Beamer Halterung

Beamer Halterung Marke "Eigenbau"

Das knifflige an der gewünschten Halterung ist ein Behältnis für mehrere Kabel von einer Länge von etwa 3,5m. Unsere "Strippenzieher" meinten es mit der Kabelreserve zu Gut und haben die angesprochene Länge leider überstehen lassen. Wer nun denkt man könnte es zurück in den Schacht schieben, der irrt.Wenn etwas gemacht wird, dann schon richtig.

Ein Behältsnis von etwa 300mm Durchmesser wäre zwar optisch wünschenswert gewesen, jedoch deutlich teuerer bei der Fertigung als ein einfacher Quader. 300x300x2,5mm wurde die Unterkonstruktion, welche später als Kabelbehälter genutzt werden soll. Damit die Halterung einfach und schnell verschweißt werden konnte, wählten wir anstatt Edelstahl ein einfaches Blech.

In die Unterkonstruktion befestigten wir die Höhenverstellung der "alten" Halterung und integrierten zusätzlich die Möglichkeit, Kabel in dieser Röhre zu verlegen und unten am Beamer austreten zu lassen. Nach dem Abschluss der Schleifarbeiten erstrahlte die Halterung in einer "gebürsteten" Art wie man es von z.B. Aluminium kennt. Leider würde auch hier sehr schnell der Zahn der Zeit nagen und die edle Optik vollkommen zerstören.

Wir wären nicht das THW, wenn wir nicht für alles einen oder mehrere Spezialisten hätten. Glücklicherweise ist unser "Lackierer" ein begnateter Meister, wenn es um den Umgang mit Lacken und Schleifpapier geht. Aufgrund der Renovierung der gesamten Unterkunft stehen derzeit noch zahlreiche Heizkörper zur Lackierung an. Im selben Aufwasch wird die Halterung in naher Zukunft ebenfalls im edlen Weiß erstrahlen und an der Drecke montiert werden.

Wenn man die einzelnen Materialkosten addiert, so ergeben sich ca. 75€. Angesichts der mehr als stabilen Konstruktion, wie auch die für uns perfekte Größe ist der Preis mehr als in Ordnung. Weitere Informationen zum neuen Unterrichtsraum findest du demnächst auf THW-WEN.de!

25Mai/110

Inkompatibiltät schlägt auf Geschwindigkeit

Am gestrigen Abend erhielt ich eine Supportanfrage bezüglich einer sehr langsamen und oftmals nicht verfügbaren WLAN-Verbindung zwischen einem WLAN-Stick und einem stationären D-Link Router.

Der erste Gedanke galt dem DHCP-Server, welcher durch den Router bereit gestellt wird. Oftmals werden statische IP-Adressen verwendet und deshalb kommt keine Verbindung zustande. Nach einer ausführlichen Prüfung der installieren Hardware stellte ich jedoch fest, das der WLAN-Adapter noch nicht korrekt installiert wurde.

Da es sich bei dem WLAN-Adapter um ein Lutec Gerät handelt, wurde die Seite des Herstellers angesteuert. Wer nun glaubt, die Treiber befinden sich auf der Support-Seite, der irrt. Die Firma meinte es besonders schlau und platzierte die Handbücher und Treiber auf der Produktseite zum jeweiligen Artikel. Da schlägt bei mir schon wieder alles Alarm, denn oftmals überarbeiten Firmen ihre Produkte und entfernen ausgelaufene Serien und somit auch die benötigten Dateien und Handbücher. Eine Treiberinstallation mit den vorgefunden Dateien gestaltete sich unter Windows 7 gewohnt einfach.

Bei der Kontrolle der Verbindungseinstellungen stellte ich, wie vermutet, Einstellungen bezüglich der Verwendung von statischen IP-Adressen fest. Nach der Umstellung auf eine dynamische Vergabe funktionierte die Verbindung fehlerfrei auf anhieb. Leider zeigte eine Geschwindigkeitsmessung einen Datendurchsatz von gerade einmal 6 Mbit/s, obwohl der Router an einer 32 Mbit/s Leitung angebunden ist und sich nur ca. 5 Meter hinter einer dünnen Trockenbauwand befindet.

Die erste Vermutung liegt hier an einer Störung im Empfangsbereich. Fast richtig, denn der D-Link Router unterstützte sogenannte “Kurze Guard Intervalle” welche zur Stabilisierung der Verbindung gegenüber Störquellen eingesetzt werden. Deaktiviert man diese Funktion, schon werden die Daten mit bis zu 18 Mbit/s übertragen. Als Perfektionist gib ich mich damit aber nicht zufrieden, nach der Kontrolle der Einstellungen im Router konnte ich den Fehler nicht weiter eingrenzen. Ein Blick auf die Verbindungsqualität zeigte eine eher unterdurchschnittliche Qualität. Die Vermutung einer Inkompatibilität der beiden Hersteller liegt nahe und wird durch einen neuen WLAN-Adapter von D-Link geprüft.

Prinzipiell werte ich diese Support-Sitzung als Erfolg, da eine stabile und vernünftige Verbindung zum Internet nun möglich ist. Etwas nervig ist die Darstellungsgeschwindigkeit des Teamviewers. Ich hoffe das aber trotz des riesigen Erfolges dieser Software noch weiter an der Preformance gearbeitet wird.

27Mrz/111

Suesse Zeit auf Schloss Guteneck

Für eine Veranstaltung der besonderen Art bin ich immer zu haben und deshalb stand am vergangenen Samstag ein Besuch des Ritteressen auf Schloss Guteneck an.

Die Erwartungen sind natürlich sehr hoch, man hofft auf jede Menge Spaß mit mitteralterlicher Atmosphäre. Das "Schloss" Guteneck ist leicht zu finden, doch ein Schloss stelle ich mir wirklich anders vor. Darüber hinaus hätte man wohl die Häuschen vom bekannten Weihnachtsmarkt oder anderen Veranstaltungen aufräumen können. Insgesamt macht die Lokalität nicht viel her. Der Saal stellte sich als einfache Scheune mit akzeptabeler Dekoration heraus. Man hätte aber den Verschlag und den Ausschank bewusst älter gestalten können. Darüber hinaus war eine grüne Plane zum Abdichten der eigentlich offenen Scheune fehl am Platz.

Kommen wir nun zu dem Event selbst. Wie bekannt sein sollte geht es hier um ein Essen und künstlerische Unterhaltung. Serviert wurden sechs Gänge:

- Schmalz und Quark mit einem Leib Brot
- Fisch und Wurstplatte
- Leberknödelsuppe
- Hähnchen, Pökelfleisch und Schweinebraten
- Apfelstrudel mit Vanillesoße
- Trauben mit Käse
- Getränke von Spezi über Bier und Meet

Für den staatlich Preis von 40.- € erwartet man einen reichlich bedeckten Tisch. Verhungert ist keiner, jedoch hätte man sich mehr erhofft wie es sich eben für das Mittelalter gehört. Insgesamt waren die Mahlzeiten lecker.

Für das Rahmenprogramm sorgte ein Alleinunterhalter in mittelalterlicher Kluft und seiner Gitarre. Ein "ohhhh" ging durch den Raum als der Moderator die Regeln verkündete. Ich besuche doch ein Ritteressen, um einmal keine Rücksicht auf den Anstand nehmen zu müssen. Wir bekammen einen Stoffumhang, aber im Nachhinein wäre dieser nicht nötig gewesen da man wie gesagt nicht alles machen durfte. Leider wurde die Lieferung der Getränke immer langsamer, Gründe hierfür kann ich mir denken...

Leider stellte sich heraus, dass die musikalische Umrandung mit aktuellen teils Ballermann-Hits erfolgte. Meiner Meinung nach nicht wirklich passend. Problematisch war auch die Tatsache, das der Altersdurchschnitt weit über 50 Jahren lag. Insgesamt war die Stimmung unter den 160 Gästen dennoch gut. Wir hätten uns aber mehr Spiele und die Konzentration aufs Mittelalter gewünscht.

Besonders interessant war der Umstand mit 12 völlig Unbekannten diese Veranstaltung zu besuchen. Insgesamt war unsere Gruppe 15 Personen stark und das Eis war durch die Rahmenbedingungen schnell gebrochen.

Wer die Chance hat, sollte das Ritteressen besuchen und sich selbst ein Bild davon machen. Der Wirt macht aber sicherlich ein sehr gutes Geschäft.

3Mrz/110

Windows Phone 7 auf dem richtigen Weg

Microsoft pflegte jahrelang seinen Zögling Windows Mobile nur stiefmütterlich und das spiegelten die letzten Verkaufszahlen deutlich wieder. Es war an der Zeit für etwas neues, etwas Revolutionäres...

Oberfläche

Auf den ersten Blick wirkt die neue Oberfläche seltsam und schwer zu bedienen, aber dies ändert sich bereits nach wenigen Minuten. Die Bedienung geht leicht von der Hand und alles wirkt sinnvoll und passend. Die meisten Applikationen sind auf das neue Interface speziell angepasst und somit kommt selbst ein Neuling schnell zurecht.

Das Gerät

Das HTC Mozart 7 oder HTC 7 Mozart macht einen wertigen Eindruck und glänzt durch seine Verarbeitung. Die Bedienung des Touchscreens erfolgt sauber und flüssig, wie man es eben bei HTC gewohnt ist. Unabhängig vom Betriebssystem glänzt das HTC durch seine inneren Werte. Selbst aufwändige multimediale Inhalte sollten durch die potente Hardware nicht ins Stocken geraten.

Synchronisierung

Wer ein aktuelles Smartphone besitzt oder in absehbarer Zeit kaufen will, der legt Wert auf eine vernünftige Synchronisation zwischen Mobiltelefon und PC. Leider muss ich hier an dieser Stelle einen deutlichen Punktabzug festlegen, denn Windows Phone 7 bietet nur über Umwege die Synchronisation mit Outlook, was für den professionellen Betrieb und für Laien unschön und vor allem unpraktisch ist.

Fazit

Nach aktuellem Stand würde ich mir selbst kein Mobiltelefon mit Windows Phone 7 kaufen, denn die Nachteile gegenüber Android überwiegen "noch" zu stark. Da meine Anforderungen doch recht speziell sind sei hier angemerkt, dass es für den 0815 Anwender wohl keinen großen Unterschied machen wird, für welches Betriebssystem er sich am Ende entscheidet. Besonders gespannt bin ich auf die Kooperation von Nokia und Microsoft...

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