Read • Compare • Decide! Der Blog von Christian Ackermann

17Mai/102

Nachteile von Photovoltaik

Alle reden nur von Vorteilen einer Photovoltaikanlage und vergessen komplett die manchmal auch markanten Nachteile einer solchen Anlage. Man kann seine Augen verschließen, nur tut man damit der Umwelt, seinen Geldbeutel und oftmals auch seiner Region einen gefallen?

Hier habt ihr eine kleine Auflistung von Nachteilen über die sich die Wenigstens bis jetzt Gedanken gemacht haben dürften...

Energetisch

  • Die Solarmodule bringen nach 20 bis 25 Jahren nur noch etwa 80 Prozent Leistung.
  • Flächenbedarf, da Leistungsdichte bei Solaranlagen immer noch sehr gering. 8 bis 15 Watt pro Quadratmeter sind das momentane Maximum.
  • Leistung stark von der eingestrahlten Sonnenmenge abhängig und bei einem wolkenverhangenen Himmel ist die Leistung der Anlage viel geringer. Nachts erfolgt naturgemäß keine Energiegewinnung und im wird zudem noch weniger Energie als im Sommer produziert, weil die Sonnenzeiten durch die Jahreszeit kürzer sind.
  • Anlage arbeitet nur bei relativ niedrigen Temperaturen mit der Maximalleistung, werden sie durch die Sonnenstrahlung weiter erwärmt, können sie nicht mehr mit der höchsten Leistung Energie erzeugen.
  • Photovoltaikanlagen produzieren außerdem ausschließlich Gleichstrom, der so nicht direkt ins Stromnetz eingespeist werden kann. Dafür ist ein spezieller Wechselrichter notwendig, der noch einmal zusätzlich den Wirkungsgrad der Anlage senkt, weil beim Umwandeln immer Verluste entstehen. Diese lassen sich nicht einmal mit den modernsten Wechselrichtern verhindern.
  • Photovoltaikanlage kann keinen konstanten Strom liefern und hat unter Umständen enorme Spitzen bei denen eventuell die Biogasanlage gedrosselt oder sogar abgeschaltet werden muss. Folglich hat eine mögliche Abschaltung bzw. Drosselung katastrophale Auswirkung auf das Fernwärmenetz Döllnitz.

Finanziell

  • Die Investitionskosten in eine PV- Anlage sind sehr hoch.
  • In den meisten Fällen kann es zu Schwierigkeiten mit dem Wechselrichter kommen und diese müssen ausgetauscht werden. Wenn keine Garantie mehr auf den Wechselrichter besteht, kann es zu unerwartet hohen Kosten kommen, denn Wechselrichter sind nicht gerade billig. Sind Sie bzw. der Investor auf solch einen Fall eingestellt? Kann und wird die Anlage dann weiterbetrieben?
  • Keinerlei gesetzliche gesicherte Gewährleistung für die Module für den Betreiber - maximale Produktgarantie in der Regel 1-5 Jahre.
  • Keine wirkliche Versichungsmöglichkeit bei Montage gegen Sturm, Unwetter usw. da die wenigsten Befestigungssysteme über ein Statikgutachten verfügen, somit hohes finanzielles Risiko.
  • Ohne Förderung ist eine solche Anlage kaum zu Betreiben bzw. zu finanzieren. Und falls doch dann nur über einen sehr langen Zeitraum, Experten sprechen hier von weit aus über 30 Jahre. Wo ist hier die Wirtschaftlichkeit, wenn man solche Projekte gesamt betrachtet?
  • Gewinnung von Strom per Photovoltaikanlagen ist bei weiten noch nicht ausgereift und wären Projekte und Förderungen im südlicheren Raum von Europa nicht sinnvoller vor allem in Bezug auf die Leistung?

Optisches Auftreten

  • Für viele kommt eine PV- Anlage nicht in Betracht, weil diese das Dach eines Hauses in deren Augen verunstaltet. Warum also dann auf Freiflächen?

Aspekte welche die Umwelt betreffen

  • Die Entsorgung der defekten oder ausrangierten Elemente ist kostspielig und in unserem Fall ungeklärt.
  • Elektromagnetische Strahlen werden oft als negative Eigenschaft aufgeführt, Stichwort Elektrosmog.
  • Die Energieerzeugung durch Photovoltaikzellen ist nach einer kompletten ökologischen Bilanz betrachtet NICHT emissionsfrei, da die Herstellung der Anlagen bedeutende Mengen an Energie, Frischwasser und Chemikalien verbraucht. Allein um die zu ihrer Herstellung benötigte Energiemenge zurückzugewinnen, müssen etwa heutige Photovoltaik-Anlagen nach aktuellen Studie des Energy research Centre of the Netherlands (ECN) je nach Bauart rund 1,5 bis 3,5 Jahre betrieben werden.
  • Obwohl immer von Umweltschutz geredet wird, diese und andere Anlagen werden nur wegen des finanziellen Aspektes gebaut und dieser steht natürlich im Vordergrund.

Was uns alle betrifft

  • In Deutschland trägt die Allgemeinheit der Stromverbraucher diese Kosten, denn das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz legt fest, dass die Mehrkosten für Solarstrom auf alle Verbraucher verteilt werden. 1999 betrugen die Kosten 19 Mio. Euro, 2005 506 Mio. Euro und 2008 werden über eine Milliarde Euro an Zusatzkosten für die Stromverbraucher erwartet.
  • Werden die ggf. installierten Kameras Spaziergänger oder auch die Ortschaft filmen/überwachen?
  • Übersättigung mit Photovoltaikelementen in unserer Region
Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. Hi,

    auch nach dem 1. Juli lohnt sich die Investition in eine PV Anlage.

    Gruß

    Frank

  2. Hallo Frank,

    dem stimme ich natürlich zu, aber ich betrachte das Gesamtpaket und ohne Förderungen schaut die ganze Sache schon wieder anders aus.

    Gruß
    Christian


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