Photovoltaik

Fragebogen für die Befürworter von Photovoltaikanlagen

In den meisten Sitzungen von Entscheidungsträgern wird vieles oftmals viel zu schnell genehmigt oder befürwortet. Passend zum aktuellen Thema “Freiflächen Photovoltaikanlage” wurden folgende interessante und vor allem berechtigten Fragen zusammengestellt.

  • Was wissen Sie genau über die Firma/Person, welche dieses Bauvorhaben umsetzen wird?
  • Was wissen Sie über den Investor?
  • Was passiert, wenn die Firma Konkurs anmeldet?
  • Wer ist im Falle eines Konkurses für die Entsorgung dieser Anlage(n) zuständig?
  • Haben Sie sich bereits die geschlossenen Pachtverträge genau durchgelesen?
  • Warum wurde keine Informationsveranstaltung für diese Anlage(n) abgehalten, wie es in anderen Gemeinden stets der Fall war?
  • Warum wurde in der Gemeinde Kulmain eine ähnliche Freiflächenanlage nicht genehmigt?
  • Würden Sie eine derartige Anlage in unmittelbarer Nähe Ihres Grundstücks auch befürworten?
  • Warum lehnen solche Investoren die vorgefertigten, empfohlenen Pachtverträge des BBV ab, und bestehen i.d.R. auf Ihre eigens entworfenen Pachtverträge?
  • Wer entwarf die Verträge zwischen Betreiberfirma/Investor und der Gemeinde?
  • Warum nutzt man nicht vorrangig seine eigenen Dächer für die Erzeugung von Solar-Strom, bevor man in die Natur eingreift oder vollerschlossene Gewerbeflächen dauerhaft blockiert?
  • Fand vor der ersten Abstimmung im Stadtrat eine Vorortbesichtigung durch die Stadträte überhaupt statt?
  • Seit wann wusste die Gemeinde von diesem Bauvorhaben?
  • Warum werden alle möglichen Behörden informiert, die unmittelbar betroffenen Anlieger werden jedoch mit keinem Wort in das geplante Bauvorhaben eingeweiht?
  • Warum erfahren die Döllnitzer Bürger von dem Projekt „Solarpark Döllnitz“ erst, nachdem die ersten wichtigen Entscheidungen bereits getroffen wurden, obwohl die geplante Anlage sicherlich den Namen unserer Ortschaft tragen soll?
  • Warum erzählte uns niemand während der vielen Besichtigungen der Biogasanlage in Döllnitz von diesem wichtigen Bauvorhaben, wenn z.B. am Vortag in der Stadtratssitzung darüber abgestimmt wurde?
  • „Den Bürgern, die sich an den Photovoltaikanlagen bei Döllnitz störten, gab er zu bedenken, dass diese endlich die Einnahmen bringen, die man in bisher nicht erzielen konnte“. Sind Einnahmen von einer so geringen Höhe (man spricht von ca. 20 000€ pro Jahr) auf Kosten des Landschaftsbildes und sinnvoller Nutzung von Freiflächen im Industriegebiet wirklich nötig?
  • Warum wird uns immer gesagt: „Verhindern können Sie das sowieso nicht!“?
  • Warum gibt es dann eigentlich das Recht zum Widerspruch?

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Donnerstag, Juni 24th, 2010 Photovoltaik, Zum Nachdenken Keine Kommentare

Strom und Streit im Überfluss

Döllnitzer sauer über genehmigte Photovoltaik-Anlage im Industriegebiet – Klage denkbar

Standort der neuen Photovoltaikanlage

„Hintergangen“ und „alleingelassen“: Solche Worte fallen derzeit, wenn die Döllnitzer über die Stadt Pressath sprechen. Grund für die dicke Luft ist eine Photovoltaik-Anlage im Industriegebiet „Am Heidweg“. Stadtrat und Landratsamt haben das Projekt abgesegnet. Die Anlieger denken daran beim Bayerischen Verwaltungsgericht Klage gegen die Genehmigung einzureichen.(Einsprüche haben heutzutage leider keinerlei Wirkung)

Die Döllnitzer betonen, dass sie grundsätzlich nichts gegen regenerative Energie haben. Das Projekt vor ihren Haustüren sei jedoch mehr als übertrieben. Freie Gewerbeflächen, auf denen Arbeitsplätze entstehen könnten, würden auf mehrere Jahrzehnte hinaus blockiert.(eine Halle bietet Fläche für Photovoltaik oder Solar und darüber hinaus noch die Möglichkeit einer sinnvollen Nutzung durch Firmen, welche Arbeitsplätze schaffen) Bereits bei der Bürgerversammlung im Mai hatte der Döllnitzer Bernhard Neumann seinem Ärger Luft gemacht, weil er Nachteile für die Nahwärmegesellschaft befürchtet. Diese versorgt die Anwesen mit Wärme, die in einem Biokraftwerk entsteht. Nun rechnen die Mitglieder damit, dass bei Stromspitzen der  neuen Photovoltaik-Anlage das Biomassekraftwerk, das Landwirt Alfons Hösl betreibt, abgeschaltet werden muss.(diese Anlage war zuerst hier und nutzt selbstverständlich besser die gewonnene Energie. Es wurden weit über 30 000 Liter Heizöl bis jetzt eingespart.)

Die Gesellschafter berufen sich dabei auf die Eon. Das Unternehmen bezeichne dieses Vorgehen als gängige Praxis, um eine Stromüberversorgung zu verhindern. Aufgrund dieser Tatsache könne die Wärmeversorgung nicht mehr gewährleistet werden. Darüber hinaus verursache bereits ein einmaliges Abschalten unter Umständen mehrere tausend Euro Schaden an der Anlage.(aktueller Vorfall hat dies bestätigt)

Die damals in der Bürgerversammlung vorgebrachten Argumente der Döllnitzer fanden bei Bürgermeister Konrad Merkl und den Stadträten kein Gehör.„Wir wurden bei der Gründung der Nahwärmegesellschaft von Bürgermeister Merkl als Energiedorf gelobt, nun werden unsere Investitionen regelrecht kaputt gemacht“, so Neumann(die Aussage spiegelt die Meinung des Dorfes wieder). „Das Dorf fühlt sich verraten und verkauft. Und das nur, weil die Stadt sich ein paar Euro an Pachteinnahmen erhofft“, beschreibt er die Stimmung unter den Einwohnern.

Bereits vor der Bürgerversammlung habe das Rathaus versucht, durch ein Rundschreiben die Döllnitzer zu beruhigen und von der Bürgerversammlung fernzuhalten, vermuten die Betroffenen. Sie hätten sich vorab ein Gespräch mit der Stadtverwaltung und dem Investor
erhofft, welches aber nie stattgefunden habe. „Wenn die Gemeindeverwaltung ein bisschen Interesse an der Ortschaft Döllnitz hat, sollte sie bald eine Zusammenkunft aller Betroffenen und des Investors einberufen“, lautet die Forderung.(in sämtlichen Gemeinden werden solche Gespräche durchgeführt, jedoch bei uns nicht! Wird vermutlich erklären warum bei den anderen Gemeinden solche Anlagen immer verhindert werden konnten)

Besonders sauer stößt den Döllnitzern die Aussage von Bürgermeister Konrad Merkl auf, dass sie froh sein sollten, dass kein Atomkraftwerk gebaut werde. Die bisher genehmigten Anlagen im Industriegebiet sind flächenmäßig annähernd so groß wie die Ortschaft selbst. Die Döllnitzer betonen jedoch, dass sie gegen die Photovoltaik-Anlage der Genossenschaft „Neue Energien West“ die ebenfalls im Industriegebiet(ebenfalls ein Streitpunkt) entstanden ist, keine (außerordentlichen) Einwände haben. Lediglich die neue, 4,5 Hektar große Anlage, die das Unternehmen Mpv-Projekt aus dem oberfränkischen Ebermannstadt plant, stört die Döllnitzer gewaltig. Außerdem gebe es bereits Gerüchte über eine dritte Anlage.

„Wir werden von den Photovoltaik-Anlagen umzingelt. Das schmälert auch den Wert unserer Grundstücke“, sagen die Döllnitzer. Kein Mensch wolle ein solches „Kollektoren-Ghetto“ anschauen. „Wenn die Anlage im Blickfeld einer Pressather Wohnsiedlung geplant wäre, hätte es sicher keine Zustimmung im Stadtrat gegeben“, vermuten sie. Letztendlich werde der Investor weder Arbeitsplätze(selbst die Firma, welche für Neue Energien West eG baut, setzt auf polnische Fachkräfte. 9 von 10 Autos trugen ausländische Kennzeichen. Soviel zum Thema “Aus der Region für die Region”…) schaffen, noch Gewerbesteuer und Anschlusskosten für ein erschlossenes Gewerbegebiet abführen. Der Gewinn der Anlage entstehe auf den Rücken der Döllnitzer, der Verwaltungsgemeinschaft und des Landschaftsbildes.

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Samstag, Juni 12th, 2010 Photovoltaik, Zum Nachdenken Keine Kommentare

Nachteile von Photovoltaik

Alle reden nur von Vorteilen einer Photovoltaikanlage und vergessen komplett die manchmal auch markanten Nachteile einer solchen Anlage. Man kann seine Augen verschließen, nur tut man damit der Umwelt, seinen Geldbeutel und oftmals auch seiner Region einen gefallen?

Hier habt ihr eine kleine Auflistung von Nachteilen über die sich die Wenigstens bis jetzt Gedanken gemacht haben dürften…

Energetisch

  • Die Solarmodule bringen nach 20 bis 25 Jahren nur noch etwa 80 Prozent Leistung.
  • Flächenbedarf, da Leistungsdichte bei Solaranlagen immer noch sehr gering. 8 bis 15 Watt pro Quadratmeter sind das momentane Maximum.
  • Leistung stark von der eingestrahlten Sonnenmenge abhängig und bei einem wolkenverhangenen Himmel ist die Leistung der Anlage viel geringer. Nachts erfolgt naturgemäß keine Energiegewinnung und im wird zudem noch weniger Energie als im Sommer produziert, weil die Sonnenzeiten durch die Jahreszeit kürzer sind.
  • Anlage arbeitet nur bei relativ niedrigen Temperaturen mit der Maximalleistung, werden sie durch die Sonnenstrahlung weiter erwärmt, können sie nicht mehr mit der höchsten Leistung Energie erzeugen.
  • Photovoltaikanlagen produzieren außerdem ausschließlich Gleichstrom, der so nicht direkt ins Stromnetz eingespeist werden kann. Dafür ist ein spezieller Wechselrichter notwendig, der noch einmal zusätzlich den Wirkungsgrad der Anlage senkt, weil beim Umwandeln immer Verluste entstehen. Diese lassen sich nicht einmal mit den modernsten Wechselrichtern verhindern.
  • Photovoltaikanlage kann keinen konstanten Strom liefern und hat unter Umständen enorme Spitzen bei denen eventuell die Biogasanlage gedrosselt oder sogar abgeschaltet werden muss. Folglich hat eine mögliche Abschaltung bzw. Drosselung katastrophale Auswirkung auf das Fernwärmenetz Döllnitz.

Finanziell

  • Die Investitionskosten in eine PV- Anlage sind sehr hoch.
  • In den meisten Fällen kann es zu Schwierigkeiten mit dem Wechselrichter kommen und diese müssen ausgetauscht werden. Wenn keine Garantie mehr auf den Wechselrichter besteht, kann es zu unerwartet hohen Kosten kommen, denn Wechselrichter sind nicht gerade billig. Sind Sie bzw. der Investor auf solch einen Fall eingestellt? Kann und wird die Anlage dann weiterbetrieben?
  • Keinerlei gesetzliche gesicherte Gewährleistung für die Module für den Betreiber – maximale Produktgarantie in der Regel 1-5 Jahre.
  • Keine wirkliche Versichungsmöglichkeit bei Montage gegen Sturm, Unwetter usw. da die wenigsten Befestigungssysteme über ein Statikgutachten verfügen, somit hohes finanzielles Risiko.
  • Ohne Förderung ist eine solche Anlage kaum zu Betreiben bzw. zu finanzieren. Und falls doch dann nur über einen sehr langen Zeitraum, Experten sprechen hier von weit aus über 30 Jahre. Wo ist hier die Wirtschaftlichkeit, wenn man solche Projekte gesamt betrachtet?
  • Gewinnung von Strom per Photovoltaikanlagen ist bei weiten noch nicht ausgereift und wären Projekte und Förderungen im südlicheren Raum von Europa nicht sinnvoller vor allem in Bezug auf die Leistung?

Optisches Auftreten

  • Für viele kommt eine PV- Anlage nicht in Betracht, weil diese das Dach eines Hauses in deren Augen verunstaltet. Warum also dann auf Freiflächen?

Aspekte welche die Umwelt betreffen

  • Die Entsorgung der defekten oder ausrangierten Elemente ist kostspielig und in unserem Fall ungeklärt.
  • Elektromagnetische Strahlen werden oft als negative Eigenschaft aufgeführt, Stichwort Elektrosmog.
  • Die Energieerzeugung durch Photovoltaikzellen ist nach einer kompletten ökologischen Bilanz betrachtet NICHT emissionsfrei, da die Herstellung der Anlagen bedeutende Mengen an Energie, Frischwasser und Chemikalien verbraucht. Allein um die zu ihrer Herstellung benötigte Energiemenge zurückzugewinnen, müssen etwa heutige Photovoltaik-Anlagen nach aktuellen Studie des Energy research Centre of the Netherlands (ECN) je nach Bauart rund 1,5 bis 3,5 Jahre betrieben werden.
  • Obwohl immer von Umweltschutz geredet wird, diese und andere Anlagen werden nur wegen des finanziellen Aspektes gebaut und dieser steht natürlich im Vordergrund.

Was uns alle betrifft

  • In Deutschland trägt die Allgemeinheit der Stromverbraucher diese Kosten, denn das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz legt fest, dass die Mehrkosten für Solarstrom auf alle Verbraucher verteilt werden. 1999 betrugen die Kosten 19 Mio. Euro, 2005 506 Mio. Euro und 2008 werden über eine Milliarde Euro an Zusatzkosten für die Stromverbraucher erwartet.
  • Werden die ggf. installierten Kameras Spaziergänger oder auch die Ortschaft filmen/überwachen?
  • Übersättigung mit Photovoltaikelementen in unserer Region

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Montag, Mai 17th, 2010 Photovoltaik 2 Kommentare
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