Servicewüste rosa Riese
Schwer enttäuscht bin ich vom großen rosanen Telekommunikationskonzern, dessen Namen ich nicht nennen will. Kurzum, die Probleme waren für mich so schwerwiegend, dass nur noch eine Kündigung in Frage kam.
Im Rahmen einer wöchentlichen Zusammenkunft hatte ich die Möglichkeit ein iPhone 4 über mehrere Stunden testen zu können. Ganz ehrlich, das scharfe und helle Display wie auch der Formfaktor haben mein Interesse geweckt. Es liegt nahe sich beim Mobilfunkanbieter über die aktuellen Preise und Möglichkeiten zu informieren. Aufgrund des Komforts wählte ich die Hotline als Informationsmedium.
Die äußerst nette Dame nannte mir die aktuellen Tarife und Preise für einen Complete Tarif mit iPhone 4s. Alles hörte sich soweit sinnig an, mich störte nur die Aussage "Vertragsverlängerungen sind hier nicht möglich, Sie müssen einen neuen Vertrag abschließen!". Als ich meine Zweifel äußerte wurde mir versichert, dass meine alte Rufnummer zuverlässig portiert wird. Darüber hinaus sollte der neue Vertrag in der Übergangszeit völlig kostenlos sein. Somit stand einer Beauftragung nichts mehr im Wege.
Einige Minuten später wollte ich noch weitere Informationen einholen zum Stichwort "Combicard". Als ich dem Herren von der Hotline alles schilderte viel dieser aus allen Wolken und wechselte zu einem unfreundlichen und angreifenden Ton. Selten so schwach von der Seite angeredet worden.
Laut seiner Aussage ist das mir unterbreitete Angebot ein wahrer Skandal und in der Form keinesfalls möglich. "Die Kundenberaterin wird nicht mehr lange hier arbeiten" so die rosa Fachkraft. Scheinbar hauen sich dort die Kollegen gegenseitig in die Pfanne. Muss ja ein super Arbeitsklima dort sein, wo kann man sich bewerben?
Mir wurde damit die Sache zu bunt und bat um eine Stornierung der "Bestellung". Aus welchen Gründen auch immer ist dies angeblich nicht mehr möglich sobald die Beauftragung im System hinterlegt ist. Mit welchen Systemen arbeiten denn die? Stornierungen innerhalb von 10 Minuten sollten doch kein Problem darstellen. Um die Wogen zu glätten beendete ich das Gespräch kommentarlos, denn eine Einigung war hier nicht in Sicht.
Mit etwas Glück erreichte ich beim nächsten Anruf einen anderen Servicemitarbeiter, welcher sofort versuchte Licht ins Dunkel zu bringen. Leider war keine neue Beauftragung auffindbar?! Laut seiner Aussauge bleibt alles beim Alten und ich muss mir keine weiteren machen.
Kurz vor Weihnachten(ca. 1,5 Wochen später) klingelte der Paketdienst an der Türe und überreichte mir mehrere Dokumente des Anbieters und ein Paket. Ich ahnte fürchterliches... Tatsächlich ein neuer Vertrag und ein brandneues iPhone 4s, soviel zum Thema "es kommt nichts mehr nach". Wie es sich heraus stellte wurde der neue Vertrag zwei Tage zuvor angelegt. Spinnen die denn jetzt völlig? Können die keine Stornierung von einer Bestellung unterscheiden? Die erneut kontaktierte rosa Fachkraft empfahl den Widerruf.
Wenn das Handy schon einmal im Haus ist, dann schaut man es sich natürlich genauer an. Zu dem Zeitpunkt hätte ich das Gerät gerne behalten, wenn mein Tarif verlängert oder geändert werden würde. Auf Nachfrage wurde mir erneut mitgeteilt, das können wir nur mit einem neuen Vertrag realisieren.
Jetzt war der Ofen endgültig aus, warum denn noch ein neuer Vertrag, bucht doch einfach alles richtig und das Thema ist erledigt. "Können wir nicht, aber ich geb ihnen 300€ Rabatt". Sie können das, obwohl ein anderer Mitarbeiter das verneinte? "Ich bin direkter Mitarbeiter des Unternehmens und kann ihnen mehr bieten als die vom Callcenter, denn die gehören eigentlich nicht zu uns!". Kommentarlos wurde auch dieses Gespräch beendet.
Innerhalb einer Stunde gingen der Widerruf für Handy und Vertrag wie auch die Kündigung des bestehenden Vertrages per Fax und Post raus. Seit dem Tage werde ich mit Anrufen von den sogenannten "Rückholern" genervt, aber dieser Zug ist für mich bereits abgefahren. Vielleicht machts der neue Anbieter besser...
Der erste Schnee
Wer hätte Gedacht, dass der Winter in diesem Jahr auf einmal so stark um die Ecke kommt. Für mich hat sich dieser Umstand aber schon frühzeitig zu erkennen gegeben. Der Deutsche Wetterdienst gab schon einige Tage zuvor über seiner Webseite entsprechende Meldungen bekannt. Somit kann ich nicht verstehen warum im Radio von "kalt erwischt" geredet wird. Von modernen und weltoffenen Menschen kann man schon erwarten, dass sie Nachrichten und in der Winterzeit den Wetterbericht verfolgen.
Wer jetzt noch mit Sommerreifen unterwegs ist, handelt in meinen Augen fahrlässig und verantwortungslos. Wie gut das nun die neue Regelung am Mittwoch in Kraft tritt. Leider habe ich das Gefühl, dass sich unsere Verbündeten nicht an die neuen Vorschriften halten werden und noch straffrei davon kommen. Wie man heute sehr gut sehen konnte, fuhren viele der ausländischen Fahrzeuge in der benachbarten Stadt mit Sommerreifen durch die Gegend. Ist hier die Deutsche Polizei machtlos oder will sie nichts tun? Man könnte sicherlich viele der 500, allein in Bayern verursachten Unfälle, vermeiden. Hoffe das ab Mittwoch hart durchgegriffen wird.
Aber nun zu den schönen Seiten des Winters... Ich war mal so frei und habe den ersten Schnee mit meiner Kamera festgehalten und gleich mal hier online gestellt. Weitere Bilder werden sicherlich die nächsten Tage folgen, jetzt wo entsprechendes Kamera-Equipment vorhanden ist :-).
Deutschland schwitzt
Gestern war wohl der heißeste Tag in der Oberpfalz. Die gefühlten Temperaturen lagen jenseits von Gut und Böse. Das Thermometer meldete satte 37,5° Grad und im Büro wurden stickige und zugleich unangenehme 33° Grad gemessen. Der Wettergott meint es dieses Jahr besonders gut mit uns und beschehrt Deutschland ein südländisches Klima. Bereits während der FIFA WM wurde das sogenannte Public Viewing zur Qual.
Aufgrund der langen Trockenperiode steigt die Waldbrandgefahr ungemein. Aus Quellen, welche nicht genannt werden wollen, ist die Feuerwehr mit einem Sportflugzeug laufend in der Luft, um eventuell enstehende Brände sofort zu entdecken und effizient bekämpfen zu können.
Der normale Menschenverstand sollte hier normalerweise schon ausreichen, um die meisten Brandursachen zu verhindern. Kippen aus dem Fahrzeug, Spielen mit dem Feuer usw. sollten während dieser Zeit absolut tabu sein. Darüber hinaus werden solche Vergehen mit imens hohen Strafen belegt.
Ein kleiner Wehrmutstropfen
Gestern gegen ca. 23 Uhr zog sich eine dunkele Kaltluftfront im Bereich der Oberpfalz zusammen. Wie zu erwarten war diese mit ausreichend Wasser bestückt und beschehrte uns eine kühle und angenehme Nacht. Heute bleibt es zwar schwül, aber dennoch angenehmer, vor allem in den meisten Büroräumen.
Opfer der Hitzeperiode
Leider überstanden viele Leute die lange und intensive Hitzeperiode nicht ohne Schaden. Bei manchen versagte der Kreislauf, bei anderen sorgte Flammen für Existenzängste. Viele Bauern sehen/sahen ihre Ernte in Gefahr, aber meines erachtens kann hier langsam aber doch Entwarnung gegeben werden.
Weil wir gerade beim Thema Flammen und Existenzängste sind: Eine Familie steht vor den Trümmer, welches mal ihr Leben war. Ein Hausbrand vernichtete das gesamte Hab und Gut der Familie. Wer helfen will der möge folgenden Link klicken und Spenden!
Fragebogen für die Befürworter von Photovoltaikanlagen
In den meisten Sitzungen von Entscheidungsträgern wird vieles oftmals viel zu schnell genehmigt oder befürwortet. Passend zum aktuellen Thema "Freiflächen Photovoltaikanlage" wurden folgende interessante und vor allem berechtigten Fragen zusammengestellt.
- Was wissen Sie genau über die Firma/Person, welche dieses Bauvorhaben umsetzen wird?
- Was wissen Sie über den Investor?
- Was passiert, wenn die Firma Konkurs anmeldet?
- Wer ist im Falle eines Konkurses für die Entsorgung dieser Anlage(n) zuständig?
- Haben Sie sich bereits die geschlossenen Pachtverträge genau durchgelesen?
- Warum wurde keine Informationsveranstaltung für diese Anlage(n) abgehalten, wie es in anderen Gemeinden stets der Fall war?
- Warum wurde in der Gemeinde Kulmain eine ähnliche Freiflächenanlage nicht genehmigt?
- Würden Sie eine derartige Anlage in unmittelbarer Nähe Ihres Grundstücks auch befürworten?
- Warum lehnen solche Investoren die vorgefertigten, empfohlenen Pachtverträge des BBV ab, und bestehen i.d.R. auf Ihre eigens entworfenen Pachtverträge?
- Wer entwarf die Verträge zwischen Betreiberfirma/Investor und der Gemeinde?
- Warum nutzt man nicht vorrangig seine eigenen Dächer für die Erzeugung von Solar-Strom, bevor man in die Natur eingreift oder vollerschlossene Gewerbeflächen dauerhaft blockiert?
- Fand vor der ersten Abstimmung im Stadtrat eine Vorortbesichtigung durch die Stadträte überhaupt statt?
- Seit wann wusste die Gemeinde von diesem Bauvorhaben?
- Warum werden alle möglichen Behörden informiert, die unmittelbar betroffenen Anlieger werden jedoch mit keinem Wort in das geplante Bauvorhaben eingeweiht?
- Warum erfahren die Döllnitzer Bürger von dem Projekt „Solarpark Döllnitz“ erst, nachdem die ersten wichtigen Entscheidungen bereits getroffen wurden, obwohl die geplante Anlage sicherlich den Namen unserer Ortschaft tragen soll?
- Warum erzählte uns niemand während der vielen Besichtigungen der Biogasanlage in Döllnitz von diesem wichtigen Bauvorhaben, wenn z.B. am Vortag in der Stadtratssitzung darüber abgestimmt wurde?
- „Den Bürgern, die sich an den Photovoltaikanlagen bei Döllnitz störten, gab er zu bedenken, dass diese endlich die Einnahmen bringen, die man in bisher nicht erzielen konnte“. Sind Einnahmen von einer so geringen Höhe (man spricht von ca. 20 000€ pro Jahr) auf Kosten des Landschaftsbildes und sinnvoller Nutzung von Freiflächen im Industriegebiet wirklich nötig?
- Warum wird uns immer gesagt: „Verhindern können Sie das sowieso nicht!“?
- Warum gibt es dann eigentlich das Recht zum Widerspruch?
Strom und Streit im Überfluss
Döllnitzer sauer über genehmigte Photovoltaik-Anlage im Industriegebiet – Klage denkbar
„Hintergangen“ und „alleingelassen“: Solche Worte fallen derzeit, wenn die Döllnitzer über die Stadt Pressath sprechen. Grund für die dicke Luft ist eine Photovoltaik-Anlage im Industriegebiet „Am Heidweg“. Stadtrat und Landratsamt haben das Projekt abgesegnet. Die Anlieger denken daran beim Bayerischen Verwaltungsgericht Klage gegen die Genehmigung einzureichen.(Einsprüche haben heutzutage leider keinerlei Wirkung)
Die Döllnitzer betonen, dass sie grundsätzlich nichts gegen regenerative Energie haben. Das Projekt vor ihren Haustüren sei jedoch mehr als übertrieben. Freie Gewerbeflächen, auf denen Arbeitsplätze entstehen könnten, würden auf mehrere Jahrzehnte hinaus blockiert.(eine Halle bietet Fläche für Photovoltaik oder Solar und darüber hinaus noch die Möglichkeit einer sinnvollen Nutzung durch Firmen, welche Arbeitsplätze schaffen) Bereits bei der Bürgerversammlung im Mai hatte der Döllnitzer Bernhard Neumann seinem Ärger Luft gemacht, weil er Nachteile für die Nahwärmegesellschaft befürchtet. Diese versorgt die Anwesen mit Wärme, die in einem Biokraftwerk entsteht. Nun rechnen die Mitglieder damit, dass bei Stromspitzen der neuen Photovoltaik-Anlage das Biomassekraftwerk, das Landwirt Alfons Hösl betreibt, abgeschaltet werden muss.(diese Anlage war zuerst hier und nutzt selbstverständlich besser die gewonnene Energie. Es wurden weit über 30 000 Liter Heizöl bis jetzt eingespart.)
Die Gesellschafter berufen sich dabei auf die Eon. Das Unternehmen bezeichne dieses Vorgehen als gängige Praxis, um eine Stromüberversorgung zu verhindern. Aufgrund dieser Tatsache könne die Wärmeversorgung nicht mehr gewährleistet werden. Darüber hinaus verursache bereits ein einmaliges Abschalten unter Umständen mehrere tausend Euro Schaden an der Anlage.(aktueller Vorfall hat dies bestätigt)
Die damals in der Bürgerversammlung vorgebrachten Argumente der Döllnitzer fanden bei Bürgermeister Konrad Merkl und den Stadträten kein Gehör.„Wir wurden bei der Gründung der Nahwärmegesellschaft von Bürgermeister Merkl als Energiedorf gelobt, nun werden unsere Investitionen regelrecht kaputt gemacht“, so Neumann(die Aussage spiegelt die Meinung des Dorfes wieder). „Das Dorf fühlt sich verraten und verkauft. Und das nur, weil die Stadt sich ein paar Euro an Pachteinnahmen erhofft“, beschreibt er die Stimmung unter den Einwohnern.
Bereits vor der Bürgerversammlung habe das Rathaus versucht, durch ein Rundschreiben die Döllnitzer zu beruhigen und von der Bürgerversammlung fernzuhalten, vermuten die Betroffenen. Sie hätten sich vorab ein Gespräch mit der Stadtverwaltung und dem Investor
erhofft, welches aber nie stattgefunden habe. „Wenn die Gemeindeverwaltung ein bisschen Interesse an der Ortschaft Döllnitz hat, sollte sie bald eine Zusammenkunft aller Betroffenen und des Investors einberufen“, lautet die Forderung.(in sämtlichen Gemeinden werden solche Gespräche durchgeführt, jedoch bei uns nicht! Wird vermutlich erklären warum bei den anderen Gemeinden solche Anlagen immer verhindert werden konnten)
Besonders sauer stößt den Döllnitzern die Aussage von Bürgermeister Konrad Merkl auf, dass sie froh sein sollten, dass kein Atomkraftwerk gebaut werde. Die bisher genehmigten Anlagen im Industriegebiet sind flächenmäßig annähernd so groß wie die Ortschaft selbst. Die Döllnitzer betonen jedoch, dass sie gegen die Photovoltaik-Anlage der Genossenschaft „Neue Energien West“ die ebenfalls im Industriegebiet(ebenfalls ein Streitpunkt) entstanden ist, keine (außerordentlichen) Einwände haben. Lediglich die neue, 4,5 Hektar große Anlage, die das Unternehmen Mpv-Projekt aus dem oberfränkischen Ebermannstadt plant, stört die Döllnitzer gewaltig. Außerdem gebe es bereits Gerüchte über eine dritte Anlage.
„Wir werden von den Photovoltaik-Anlagen umzingelt. Das schmälert auch den Wert unserer Grundstücke“, sagen die Döllnitzer. Kein Mensch wolle ein solches „Kollektoren-Ghetto“ anschauen. „Wenn die Anlage im Blickfeld einer Pressather Wohnsiedlung geplant wäre, hätte es sicher keine Zustimmung im Stadtrat gegeben“, vermuten sie. Letztendlich werde der Investor weder Arbeitsplätze(selbst die Firma, welche für Neue Energien West eG baut, setzt auf polnische Fachkräfte. 9 von 10 Autos trugen ausländische Kennzeichen. Soviel zum Thema "Aus der Region für die Region"...) schaffen, noch Gewerbesteuer und Anschlusskosten für ein erschlossenes Gewerbegebiet abführen. Der Gewinn der Anlage entstehe auf den Rücken der Döllnitzer, der Verwaltungsgemeinschaft und des Landschaftsbildes.
Links:

