Zum Nachdenken
Deutschland schwitzt
Gestern war wohl der heißeste Tag in der Oberpfalz. Die gefühlten Temperaturen lagen jenseits von Gut und Böse. Das Thermometer meldete satte 37,5° Grad und im Büro wurden stickige und zugleich unangenehme 33° Grad gemessen. Der Wettergott meint es dieses Jahr besonders gut mit uns und beschehrt Deutschland ein südländisches Klima. Bereits während der FIFA WM wurde das sogenannte Public Viewing zur Qual.
Aufgrund der langen Trockenperiode steigt die Waldbrandgefahr ungemein. Aus Quellen, welche nicht genannt werden wollen, ist die Feuerwehr mit einem Sportflugzeug laufend in der Luft, um eventuell enstehende Brände sofort zu entdecken und effizient bekämpfen zu können.
Der normale Menschenverstand sollte hier normalerweise schon ausreichen, um die meisten Brandursachen zu verhindern. Kippen aus dem Fahrzeug, Spielen mit dem Feuer usw. sollten während dieser Zeit absolut tabu sein. Darüber hinaus werden solche Vergehen mit imens hohen Strafen belegt.
Ein kleiner Wehrmutstropfen
Gestern gegen ca. 23 Uhr zog sich eine dunkele Kaltluftfront im Bereich der Oberpfalz zusammen. Wie zu erwarten war diese mit ausreichend Wasser bestückt und beschehrte uns eine kühle und angenehme Nacht. Heute bleibt es zwar schwül, aber dennoch angenehmer, vor allem in den meisten Büroräumen.
Opfer der Hitzeperiode
Leider überstanden viele Leute die lange und intensive Hitzeperiode nicht ohne Schaden. Bei manchen versagte der Kreislauf, bei anderen sorgte Flammen für Existenzängste. Viele Bauern sehen/sahen ihre Ernte in Gefahr, aber meines erachtens kann hier langsam aber doch Entwarnung gegeben werden.
Weil wir gerade beim Thema Flammen und Existenzängste sind: Eine Familie steht vor den Trümmer, welches mal ihr Leben war. Ein Hausbrand vernichtete das gesamte Hab und Gut der Familie. Wer helfen will der möge folgenden Link klicken und Spenden!
Fragebogen für die Befürworter von Photovoltaikanlagen
In den meisten Sitzungen von Entscheidungsträgern wird vieles oftmals viel zu schnell genehmigt oder befürwortet. Passend zum aktuellen Thema “Freiflächen Photovoltaikanlage” wurden folgende interessante und vor allem berechtigten Fragen zusammengestellt.
- Was wissen Sie genau über die Firma/Person, welche dieses Bauvorhaben umsetzen wird?
- Was wissen Sie über den Investor?
- Was passiert, wenn die Firma Konkurs anmeldet?
- Wer ist im Falle eines Konkurses für die Entsorgung dieser Anlage(n) zuständig?
- Haben Sie sich bereits die geschlossenen Pachtverträge genau durchgelesen?
- Warum wurde keine Informationsveranstaltung für diese Anlage(n) abgehalten, wie es in anderen Gemeinden stets der Fall war?
- Warum wurde in der Gemeinde Kulmain eine ähnliche Freiflächenanlage nicht genehmigt?
- Würden Sie eine derartige Anlage in unmittelbarer Nähe Ihres Grundstücks auch befürworten?
- Warum lehnen solche Investoren die vorgefertigten, empfohlenen Pachtverträge des BBV ab, und bestehen i.d.R. auf Ihre eigens entworfenen Pachtverträge?
- Wer entwarf die Verträge zwischen Betreiberfirma/Investor und der Gemeinde?
- Warum nutzt man nicht vorrangig seine eigenen Dächer für die Erzeugung von Solar-Strom, bevor man in die Natur eingreift oder vollerschlossene Gewerbeflächen dauerhaft blockiert?
- Fand vor der ersten Abstimmung im Stadtrat eine Vorortbesichtigung durch die Stadträte überhaupt statt?
- Seit wann wusste die Gemeinde von diesem Bauvorhaben?
- Warum werden alle möglichen Behörden informiert, die unmittelbar betroffenen Anlieger werden jedoch mit keinem Wort in das geplante Bauvorhaben eingeweiht?
- Warum erfahren die Döllnitzer Bürger von dem Projekt „Solarpark Döllnitz“ erst, nachdem die ersten wichtigen Entscheidungen bereits getroffen wurden, obwohl die geplante Anlage sicherlich den Namen unserer Ortschaft tragen soll?
- Warum erzählte uns niemand während der vielen Besichtigungen der Biogasanlage in Döllnitz von diesem wichtigen Bauvorhaben, wenn z.B. am Vortag in der Stadtratssitzung darüber abgestimmt wurde?
- „Den Bürgern, die sich an den Photovoltaikanlagen bei Döllnitz störten, gab er zu bedenken, dass diese endlich die Einnahmen bringen, die man in bisher nicht erzielen konnte“. Sind Einnahmen von einer so geringen Höhe (man spricht von ca. 20 000€ pro Jahr) auf Kosten des Landschaftsbildes und sinnvoller Nutzung von Freiflächen im Industriegebiet wirklich nötig?
- Warum wird uns immer gesagt: „Verhindern können Sie das sowieso nicht!“?
- Warum gibt es dann eigentlich das Recht zum Widerspruch?
Strom und Streit im Überfluss
Döllnitzer sauer über genehmigte Photovoltaik-Anlage im Industriegebiet – Klage denkbar
„Hintergangen“ und „alleingelassen“: Solche Worte fallen derzeit, wenn die Döllnitzer über die Stadt Pressath sprechen. Grund für die dicke Luft ist eine Photovoltaik-Anlage im Industriegebiet „Am Heidweg“. Stadtrat und Landratsamt haben das Projekt abgesegnet. Die Anlieger denken daran beim Bayerischen Verwaltungsgericht Klage gegen die Genehmigung einzureichen.(Einsprüche haben heutzutage leider keinerlei Wirkung)
Die Döllnitzer betonen, dass sie grundsätzlich nichts gegen regenerative Energie haben. Das Projekt vor ihren Haustüren sei jedoch mehr als übertrieben. Freie Gewerbeflächen, auf denen Arbeitsplätze entstehen könnten, würden auf mehrere Jahrzehnte hinaus blockiert.(eine Halle bietet Fläche für Photovoltaik oder Solar und darüber hinaus noch die Möglichkeit einer sinnvollen Nutzung durch Firmen, welche Arbeitsplätze schaffen) Bereits bei der Bürgerversammlung im Mai hatte der Döllnitzer Bernhard Neumann seinem Ärger Luft gemacht, weil er Nachteile für die Nahwärmegesellschaft befürchtet. Diese versorgt die Anwesen mit Wärme, die in einem Biokraftwerk entsteht. Nun rechnen die Mitglieder damit, dass bei Stromspitzen der neuen Photovoltaik-Anlage das Biomassekraftwerk, das Landwirt Alfons Hösl betreibt, abgeschaltet werden muss.(diese Anlage war zuerst hier und nutzt selbstverständlich besser die gewonnene Energie. Es wurden weit über 30 000 Liter Heizöl bis jetzt eingespart.)
Die Gesellschafter berufen sich dabei auf die Eon. Das Unternehmen bezeichne dieses Vorgehen als gängige Praxis, um eine Stromüberversorgung zu verhindern. Aufgrund dieser Tatsache könne die Wärmeversorgung nicht mehr gewährleistet werden. Darüber hinaus verursache bereits ein einmaliges Abschalten unter Umständen mehrere tausend Euro Schaden an der Anlage.(aktueller Vorfall hat dies bestätigt)
Die damals in der Bürgerversammlung vorgebrachten Argumente der Döllnitzer fanden bei Bürgermeister Konrad Merkl und den Stadträten kein Gehör.„Wir wurden bei der Gründung der Nahwärmegesellschaft von Bürgermeister Merkl als Energiedorf gelobt, nun werden unsere Investitionen regelrecht kaputt gemacht“, so Neumann(die Aussage spiegelt die Meinung des Dorfes wieder). „Das Dorf fühlt sich verraten und verkauft. Und das nur, weil die Stadt sich ein paar Euro an Pachteinnahmen erhofft“, beschreibt er die Stimmung unter den Einwohnern.
Bereits vor der Bürgerversammlung habe das Rathaus versucht, durch ein Rundschreiben die Döllnitzer zu beruhigen und von der Bürgerversammlung fernzuhalten, vermuten die Betroffenen. Sie hätten sich vorab ein Gespräch mit der Stadtverwaltung und dem Investor
erhofft, welches aber nie stattgefunden habe. „Wenn die Gemeindeverwaltung ein bisschen Interesse an der Ortschaft Döllnitz hat, sollte sie bald eine Zusammenkunft aller Betroffenen und des Investors einberufen“, lautet die Forderung.(in sämtlichen Gemeinden werden solche Gespräche durchgeführt, jedoch bei uns nicht! Wird vermutlich erklären warum bei den anderen Gemeinden solche Anlagen immer verhindert werden konnten)
Besonders sauer stößt den Döllnitzern die Aussage von Bürgermeister Konrad Merkl auf, dass sie froh sein sollten, dass kein Atomkraftwerk gebaut werde. Die bisher genehmigten Anlagen im Industriegebiet sind flächenmäßig annähernd so groß wie die Ortschaft selbst. Die Döllnitzer betonen jedoch, dass sie gegen die Photovoltaik-Anlage der Genossenschaft „Neue Energien West“ die ebenfalls im Industriegebiet(ebenfalls ein Streitpunkt) entstanden ist, keine (außerordentlichen) Einwände haben. Lediglich die neue, 4,5 Hektar große Anlage, die das Unternehmen Mpv-Projekt aus dem oberfränkischen Ebermannstadt plant, stört die Döllnitzer gewaltig. Außerdem gebe es bereits Gerüchte über eine dritte Anlage.
„Wir werden von den Photovoltaik-Anlagen umzingelt. Das schmälert auch den Wert unserer Grundstücke“, sagen die Döllnitzer. Kein Mensch wolle ein solches „Kollektoren-Ghetto“ anschauen. „Wenn die Anlage im Blickfeld einer Pressather Wohnsiedlung geplant wäre, hätte es sicher keine Zustimmung im Stadtrat gegeben“, vermuten sie. Letztendlich werde der Investor weder Arbeitsplätze(selbst die Firma, welche für Neue Energien West eG baut, setzt auf polnische Fachkräfte. 9 von 10 Autos trugen ausländische Kennzeichen. Soviel zum Thema “Aus der Region für die Region”…) schaffen, noch Gewerbesteuer und Anschlusskosten für ein erschlossenes Gewerbegebiet abführen. Der Gewinn der Anlage entstehe auf den Rücken der Döllnitzer, der Verwaltungsgemeinschaft und des Landschaftsbildes.
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- @Cara84de ich tendiere momentan zu Neumann kleinen Notebook anstatt so Neumann Pad :-)
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- @Cara84de schaut wie ein iPad Klon aus :-). Bist du zufrieden?
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